FC Granada - CA Osasuna 0:0 (Primera Division, 18.1.2014)

Estadio Nuevo Los Cármenes in Granada

Nach der Fahrt von Gibraltar nach Granada stand zunächst Sightseeing auf dem Programm. Was in Granada nicht wirklich schwer fällt, spielt die Stadt auf diesem Gebiet doch quasi in der Champions League.

Stadion des FC Granada von außen
Drei Aufstiege in fünf Jahren

Also ging es dank eines sehr guten Tipps :-) zunächst zum Mirador de San Nicolas, von wo sich ein grandioser Blick auf die Alhambra bietet, und schließlich zu eben jenem Prachtbau. Fast auf den Tag genau zehn Jahre nach meinem ersten Besuch durfte ich dort vor allem wieder eines: Staunen.

Intro bei Granada CF
Eher nicht in der Champions League spielt dagegen der FC Granada, der am Abend seine Pforten öffnete. Aber, immerhin: Aktuell absolvieren die Andalusier eine der besten Saisons ihrer Geschichte und bewegen sich sogar in der oberen Tabellenhälfte der Primera Division. Kein Vergleich also zu den Jahren 2002 bis 2006, als Granada nur noch viertklassig unterwegs war.

Nur Zuschauer bei der Eröffnung

Regenschirm-Choreographie
Die Rückkehr in die Primera Division 2011 blieb auch für das 1995 eingeweihte Stadion Estadio Nuevo Los Carmenes nicht ohne Folgen. Unter anderem wurden die Ecken geschlossen, die Kapazität stieg von 16.200 auf 22.524. Lustigerweise sind die Ränge teilweise dreistöckig, was das ganze Stadion irgendwie größer wirken lässt, als es eigentlich ist.

Hübsch anzusehen sind zudem die sich ins Stadion neigenden Flutlichtmasten, deren Strahler an Ellipsen erinnern. Auch der Blick aus den oberen Reihen auf die Sierra Nevada ist reizvoll - wenn nicht gerade, so wie heute, Wolken und Dauerregen stören. Warum 1995 allerdings Real Madrid und Bayer Leverkusen das Stadion eröffneten, bleibt allerdings ein Rätsel.

Stadion halbvoll

Nur 11.536 Zuschauer sind bei dem Sauwetter gekommen, und zu allem Überfluss bekommen die Hartgesottenen auch noch ein 0:0 zu sehen. Stimmung ist gerade zu Beginn auf der Heimseite vorhanden, die acht Gäste verziehen sich dagegen bei den ersten Tropfen unter das Dach der Haupttribüne - wie so oft in Spanien das einzige Dach des Stadions.

Nach Spielende flüchten auch wir durch den Regen in das nahe Hotel und begeben uns nach zwei Runden Bier in die Waagerechte, heißt es doch am nächsten Morgen früh aufstehen für die Fahrt nach Ecija.

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